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Kollektionsseiten für Google: warum Shopify-Kategorien oft nicht ranken

Kollektionsseiten für Google: warum Shopify-Kategorien oft nicht ranken

Wer nach einem Sortiment sucht, tippt selten einen Produktnamen ein. Er tippt eine Kategorie: Bio-Nudeln kaufen, Geschenkkorb Weihnachten, Kaffee aus Hannover. Die Seiten, die darauf antworten sollten, sind Ihre Kollektionsseiten.

In den meisten Shops sind das die schwächsten Seiten überhaupt: eine Überschrift, ein Raster aus Kacheln, sonst nichts. Dabei bringen sie bei vielen Shops mehr Besucher von Google als alle Produktseiten zusammen, wenn man sie lässt. Dieser Beitrag zeigt, warum sie es meistens nicht tun und was Sie in einem Nachmittag daran ändern.

Warum Kollektionsseiten oft leer wirken

Eine Produktseite hat Beschreibung, Angaben und Bilder. Eine Kollektionsseite hat im Auslieferungszustand einen Titel und Produktkacheln, deren Namen zum jeweiligen Produkt gehören, nicht zur Kategorie.

Für einen Leser reicht das, er sieht ja die Bilder. Für Google, das Text auswertet, steht auf der Seite nahezu nichts. Sie konkurriert damit gegen Seiten, die die Frage tatsächlich beantworten, und verliert. Stellen Sie sich einen Feinkostladen vor, in dem über dem Regal nur „Regal 4“ steht. Wer reinkommt, findet die Nudeln trotzdem. Wer draußen steht und durchs Fenster schaut, nicht.

Welche Kollektionen Sie wirklich brauchen

Bevor Sie Texte schreiben, lohnt der Blick auf die Liste selbst. Viele Shops haben Kollektionen, die niemand sucht, und es fehlen die, nach denen gesucht wird. Eine Kollektion lohnt sich, wenn drei Dinge zusammenkommen:

  • Es gibt einen Suchbegriff mit Kaufabsicht dafür, etwa „Espressobohnen kaufen“ statt „Kaffeewissen“.
  • Sie haben mindestens eine Handvoll passender Produkte, sonst ist die Seite enttäuschend.
  • Sie unterscheidet sich klar von den anderen Kollektionen, damit sich Ihre Seiten nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

Die besten Hinweise auf fehlende Kollektionen stehen in Ihrem eigenen Admin: Unter den Analysen finden Sie die Suchanfragen, die Besucher in Ihre Shopsuche eingeben. Das ist eine der nützlichsten und am seltensten angesehenen Listen in Shopify. Wonach dort oft gesucht wird, ohne dass es eine Kategorie gibt, verdient eine eigene Kollektion.

Automatische oder manuelle Kollektion?

Shopify kennt zwei Arten. Manuelle Kollektionen befüllen Sie Produkt für Produkt. Automatische füllen sich selbst nach Regeln, etwa nach Produkttyp, Tag oder Anbieter. Für Kategorien, die mit dem Sortiment wachsen, sind automatische Kollektionen fast immer die bessere Wahl, weil neue Produkte von selbst dort landen. Manuelle Kollektionen eignen sich für kuratierte Auswahlen wie „Unsere Lieblinge zum Muttertag“.

Der Text gehört nicht ans Ende

Die übliche Antwort auf die leere Seite ist ein Textblock unter dem Produktraster. Er wird selten gelesen und trägt entsprechend wenig.

Wirksamer ist ein kurzer Absatz zwischen Überschrift und Raster. Zwei bis vier Sätze, die sagen, was in dieser Kategorie steckt, für wen sie gedacht ist und was sie von der Nachbarkategorie unterscheidet. Das hilft dem Leser bei der Auswahl und Google beim Einordnen.

Wenn Sie mehr Text haben, etwa Antworten auf wiederkehrende Fragen, dann gehört der unter das Raster. Diese Reihenfolge ist wichtig: kurz oben, ausführlich unten.

Ein Beispiel

So könnte der obere Absatz für eine Kollektion mit Espressobohnen aussehen:

Espressobohnen aus kleinen Röstereien, ganz oder frisch gemahlen. Von kräftig und schokoladig für den Siebträger bis fruchtig für den Vollautomaten. Jede Sorte mit Röstdatum und Empfehlung für den Mahlgrad.

Drei Sätze, die einem Menschen bei der Auswahl helfen und gleichzeitig alles enthalten, was Google über die Seite wissen muss: Produkt, Varianten, Verwendung. Kein Satz davon ist für die Suchmaschine geschrieben, und genau deshalb funktioniert er.

Filter erzeugen Adressen, die niemand sucht

Shopify hängt Filter und Sortierungen als Parameter an die Adresse. Aus einer Kollektion werden so schnell hunderte Adressen, die sich nur in der Reihenfolge oder in einer Farbe unterscheiden.

Diese Adressen sind inhaltlich fast identisch. Google crawlt sie, findet überall dasselbe und verteilt seine Aufmerksamkeit auf Seiten, die keiner braucht. Das kostet Crawl-Budget, also die Zeit, die Google sich für Ihren Shop nimmt, und die fehlt dann für Ihre echten Seiten.

Gefilterte Ansichten sollten deshalb einen Canonical Tag auf die ungefilterte Kollektion tragen, also einen Hinweis an Google, welche Fassung die Hauptversion ist. Wie Sie herausfinden, ob Ihr Shop davon betroffen ist, und welche Zeile im Theme das Problem bei den Folgeseiten löst, steht im Beitrag Zu viele Seiten im Google-Index.

Kollektion oder Suchergebnis

Eine häufige Verwechslung. Eine Kollektion ist eine kuratierte Sammlung mit eigener Adresse, eigenem Titel und eigenem Text. Eine Suchergebnisseite entsteht durch Eingabe und hat davon nichts. Suchergebnisseiten gehören nicht in den Google-Index, Kollektionen schon.

Wenn Sie merken, dass Kunden nach etwas suchen, wofür es keine Kategorie gibt, legen Sie eine Kollektion an, statt auf die Suche zu verweisen.

Titel und Beschreibung von Hand eintragen

Shopify baut den Seitentitel aus dem Kollektionsnamen. Das ergibt Titel wie „Nudeln“, die gegen alles antreten, was es zu Nudeln gibt.

Tragen Sie den Suchmaschineneintrag von Hand ein, ganz unten auf der Bearbeitungsseite der Kollektion. Der Title Tag, also der Seitentitel in den Suchergebnissen, sollte das Suchwort enthalten und dazu das, was Sie unterscheidet: die Region, die Auswahl, die Herkunft. Die Meta Description ist kein Rankingfaktor, entscheidet aber darüber, ob jemand klickt.

Vorgabe von Shopify Besser
Titel Espresso | Mein Shop Espressobohnen kaufen: frisch geröstet, ganz oder gemahlen | Mein Shop
Beschreibung erster Satz des Kollektionstexts oder leer Espressobohnen aus kleinen Röstereien, mit Röstdatum und Mahlgrad-Empfehlung. Versand in zwei Werktagen.
Adresse /collections/espresso-1 /collections/espressobohnen

Kollektionen verlinken

Eine Kollektion, auf die keine andere Seite zeigt, ist für Google weniger wichtig. Verlinken Sie Ihre wichtigsten Kollektionen aus dem Hauptmenü, von der Startseite und aus passenden Blogbeiträgen. Ein Beitrag über die richtige Espressomühle, der auf die Kollektion mit Espressobohnen verweist, hilft beiden Seiten.

Checkliste für eine Kollektionsseite

  • Gibt es einen Suchbegriff mit Kaufabsicht, für den diese Seite die beste Antwort ist?
  • Steht zwischen Überschrift und Raster ein kurzer Absatz, der bei der Auswahl hilft?
  • Sind Titel und Beschreibung von Hand gesetzt?
  • Ist die Adresse sprechend und ohne angehängte Ziffer?
  • Tragen gefilterte Ansichten einen Canonical auf die Hauptseite?
  • Zeigen Menü, Startseite oder Blogbeiträge auf die Kollektion?

Kollektionsseiten so aufzubauen, dass sie gefunden werden, gehört zu unserer SEO-Betreuung für Shopify. Wenn Sie die Texte für hunderte Kollektionen und Produkte einheitlich bekommen wollen, lesen Sie auch Produktpflege mit KI automatisieren.

Häufige Fragen

Wie lang sollte der Text auf einer Kollektionsseite sein?

Oben zwei bis vier Sätze. Unter dem Raster so viel, wie es echte Fragen zu beantworten gibt. Ein langer Text ohne Inhalt hilft weder Kunden noch Google.

Schaden Tag-Seiten meinem Shop?

Tag-Seiten wie /collections/espresso/bio sind gefilterte Ansichten. Sie schaden nicht, solange Google sie als Nebenversion erkennt. Gefährlich wird es, wenn tausende davon im Index landen.

Wie schnell wirkt die Überarbeitung?

Sobald Google die Seite neu gelesen hat, meist nach einigen Tagen bis wenigen Wochen. Über die URL-Prüfung in der Search Console können Sie das beschleunigen.

Kurz zusammengefasst

  • Kollektionsseiten beantworten die Suchanfragen, die Kaufabsicht tragen
  • Die Suchanfragen in Ihrer Shopsuche zeigen, welche Kollektion fehlt
  • Ein kurzer Absatz über dem Raster wirkt mehr als ein langer darunter
  • Gefilterte Ansichten brauchen einen Canonical auf die ungefilterte Kollektion
  • Titel und Beschreibung von Hand eintragen, der Vorgabewert reicht nicht

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